„Autoren haben beim Schreiben immer die Distanz zur eigenen Kultur gesucht“

Der ILP in der Presse Juror Hans Christoph Buch im Gespräch mit Andrea Pollmeier von Faust-Kultur über das Jurieren für den Internationalen Literaturpreis, die literarischen Entwicklungen in unserem globalisierten Zeitalter, die Tendenz zur Mehrsprachigkeit im Schreiben und die nicht mehr eindeutige Zuordnung der Autoren zu einer einzigen Heimat.

Hans Christoph Buch, Jurymitglied 2012-2014. Foto: Santiago Engelhardt

Hans Christoph Buch, Jurymitglied 2012-2014. Foto: Santiago Engelhardt

„Indem eine kanadische Autorin asiatischer Herkunft über den Völkermord des Pol Pot-Regimes in Kambodscha schreibt, wird die globalisierte Welt, in der wir leben, offenbar […] Die Entscheidung für eine bestimmte Sprache ist ungeheuer komplex. Jeder Autor trifft sie anders

Natürlich hat Andrea Pollmeier dem Juror auch zur Preisträgerwahl auf den Zahn gefühlt – aber „noch ist nicht abzusehen, wer das Rennen machen wird.“, hielt sich Hans Christoph Buch bedeckt. „Wir legen mehr Wert darauf, die Shortlist insgesamt zu präsentieren und nicht nur einen Preisträger. Es soll kein neuer Star kreiert werden. Die Aufmerksamkeit soll auf neue Entwicklungen gelenkt werden, die in vielen Teilen der Welt im Roman oder in der Prosa überhaupt stattfinden, uns interessieren Grenzüberschreitungen und neue Inhalte, die bisher nicht in der Literatur vorkamen.“

Das vollständige Interview bei Faust-Kultur