Bulgarien ist Europas „Leerstelle“

Mit Inga Pylypchuk (Die Welt) sprach Shortlistautor Georgi Gospodinov nicht nur über den dreijährigen Minotauros, sondern vor allem über das bulgarische Schweigen, Bulgarien als „unglücklichstes Land“ der EU und Protest als physische Freiheit.

Georgi Gospodinov, Shortlistautor 2014. Foto: Dafinka Stoilova

Georgi Gospodinov, Autor des für die Shortlist 2014 nominierten Titels „Physik der Schwermut“. Foto: Dafinka Stoilova

In der Physik der Schwermut gibt es ein Kapitel mit dem Titel Leerstelle. Es erzählt von den Karten mit den Wetterprognosen auf den letzten Seiten der europäischen Zeitungen. Zwischen Istanbul, Wien und Budapest klafft einfach eine Leerstelle“, beschreibt Gospodinov die europäische Wahrnehmung auf sein Land. Und über den Bogen der Literaturen Europas gibt er schließlich den Lesern eine Deutung zum Titel seines neuen Buches an die Hand: „Zugleich aber begreife ich die bulgarische Literatur als Teil der europäischen Literatur, die für mich vor allem eine Literatur ist, die die Perspektive der Verlierer einnehmen kann und mit den Niederlagen ihrer Geschichte klarkommt. […] Ich glaube, die europäischen Literaturen haben einander viel zu geben, unsere Schwermut ergänzt sich.“

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