In anderer Sprache lesen: Der Colonel

Wie heißt das eigentlich auf Persisch?

Wir lesen internationale Buchtitel ganz selbstverständlich, ohne Verständnisprobleme. Die sprachlichen Barrieren bauen die Übersetzer*innen ab. Aber bedeutet ohne Verständnisprobleme auch ohne Verluste und Verschiebungen?
Was ist jedoch, wenn ein Buch nicht in seiner Originalsprache veröffentlicht wird? Uns gegenüber bezieht der gebürtige Iraner Mehdi Alishah Mohammadi dazu Stellung.

Für uns in einer Welt, in der die freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit herrschen, kaum vorstellbar. Der Colonel von Mahmud Doulatabadi wurde bisher nicht in der persischen Sprache veröffentlicht. Im Iran, dem Heimatland des Autors und dem Handlungsort der Geschichte, liegt der Roman seit Jahren bei der staatlichen Zensurbehörde. Eine baldige Veröffentlichung ist eher Utopie als Realität, denn der Roman erzählt die Geschichte des Iran als eine von Grausamkeit und Gewalt gekennzeichnete.

Der Colonel von Mahmud Doulatabadi, ein Fotomontage von Romina Ay (CC BY-NC 3.0 DE)

Der Colonel von Mahmud Doulatabadi, ein Fotomontage von Romina Ay (CC BY-NC 3.0 DE)

 

Ein Beitrag von Romina Ay, Isabel Bach und Alina Bäcker

In anderer Sprache lesen: Unterschiedliche Sprachen erzählen von unterschiedlichen Kulturen – wir wenden uns dem Original zu, wollen uns einlesen, einhören, einlassen. Wie ist das denn eigentlich auf Persisch?

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