In anderer Sprache lesen: Lost City Radio

Wie heißt das eigentlich auf Englisch?

Wir lesen internationale Buchtitel ganz selbstverständlich, ohne Verständnisprobleme. Die sprachlichen Barrieren bauen die Übersetzer*innen ab. Aber bedeutet ohne Verständnisprobleme auch ohne Verluste und Verschiebungen?

Von der Tristesse der Stadt in den bunten Dschungel. Ein exotischer und mystischer Ort. Vom Vertrauten ins Unbekannte. Daniel Alarcón widmet sich in Lost City Radio auch dem Leben fernab der Stadt. In kleinen Dörfern ist das Leben nicht nur wegen des Guerillakriegs schwierig. Viele flüchten vom Land in die Stadt. Victor ist noch ein kleiner Junge, als die Soldaten kommen. Sein bester Freund Nico wird bald darauf das Dorf verlassen. Auch dessen hilfloser Vater wird ihn nicht zurückhalten können. Für Victor ist dieser Tag „der Anfang der Auflösung seines Dorfes“.

Wir haben uns mit dem Anglisten Neil Deane getroffen und ihn eine Textstelle im Original vorlesen lassen. Dazu blickten wir auf die Übersetzung, die sich vielleicht nicht nur im Ton der Sprache unterscheidet, sondern auch in manchen Bedeutungen und Interpretationen.

Ein Beitrag von Isabel Bach, David Deters, Marie-Luise Eberhardt, Fabian Gsell und Nils Koopmann.

In anderer Sprache lesen: Unterschiedliche Sprachen erzählen von unterschiedlichen Kulturen – wir wenden uns dem Original zu, wollen uns einlesen, einhören, einlassen. Wie ist das denn eigentlich auf Englisch?

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