nachgehört | Die Dankesrede

Eine Dankesrede hat auch immer etwas Phonetisches. Bevor am 3. Juli 2014 mehrsprachige Dankesreden das Haus der Kulturen erfüllen, lauschen wir noch einmal den Preisträgern der vergangenen Jahre und geben uns ihrem Dank hin.

Zur Vorbereitung auf den großen Tag, an dieser Stelle unser kleiner Dankesrede-Knigge: Die Dankesrede. Eine Anleitung in drei Schritten

1. Der kreative Einstieg

Er ist unerlässlich. Wenn Ihnen spontane Kreativität nicht liegt, dann stützen Sie sich auf anschauliche Anekdoten – Einblicke in den Arbeitsprozess zum Beispiel suggerieren Nähe und fesseln das Fachpublikum.

2. Der Dank

Hier sollte man den Namen der Organisation, die den Preis vergibt, richtig wiedergeben – falls es sich um einen Namen handeln sollte, von dem Sie nicht wissen, wie er auszusprechen ist, überprüfen Sie dies. Nichts ist unangenehmer, als sich vor einem Publikum zu verhaspeln. Zur Not notieren Sie sich den Namen mit einem Stift in die Handinnenfläche.

3. Das Lob

Die Konkurrenz loben und die Ehre teilen: das steigert zum einen Ihren Sympathiewert, zum anderen kann es gut sein, dass zukünftige berufliche Kollaborationen einer Dankesrede (beziehungsweise dem Grund der Dankesrede, zum Beispiel ein hoch dotierter internationaler Preis) folgen können.
Soweit. So kurz. Oder in den Worten Roosevelts: „Be since, be brief, be seated.“ Wir freuen uns auf die Dankesreden, die am 3. Juli bei der Preisverleihung (Lange Nacht der Shortlist) im Haus der Kulturen der Welt zu hören sein werden.

Ein Beitrag von Sandra Kozok und Katrin Ziegast