Soundtrack zum Buch: Vogelgeister


18. Juli 2018
von

Wir haben für jeden Titel aus der diesjährigen Shortlist einen kleinen Soundtrack zusammengestellt. Es geht weiter mit Eliot Weinbergers Vogelgeister.



Aufnahmen des Gesangs eines Koekoeā oder Langschwanzkuckucks, der nur bei Nordwind oder Westwind singt (etwa 10 Stunden)

Aufgenommen in Neuseeland vom Vogelpastor E. M. Vielleot (1963).

Anmerkung: Der Gesang dieses Vogels klingt wie Koekoeeeeā! Koekoeeeeā! Koekoeeeeā!

Olivier Eugène Charles Prosper Messiaen (1956) – Oiseaux exotiques

Messiaen war begeistert von dem Klang der Vögel. Seine ornithologische Versessenheit hat er in Oiseaux exotiques freien Lauf gelassen: Die Klänge von insgesamt 48 Vögel finden sich hier verarbeitet. Messiaens Stück Mode de valeurs et d’intensités gilt auch als erste Komposition der Seriellen Musik, so wie auch Weinberger Pionier des seriellen Essays ist.

Zhu Yan (4. Jahrhundert) – Der allerhöchste Klang der Steine

Die Niederschrift der Komposition besteht lediglich aus der Notiz: Menschen sind Kieselsteine.

Anmerkung: Der Autor verstarb an Fibrodysplasia ossificans progressiva, einer fortschreitenden Versteinerung des Bindegewebes.

Das schrille Zirpen einer gewaltigen Menge Feldgrillen, das Klagegeheul von Baumfröschen.

Von der Welt selbst,
älter als die Zeitrechnung und sie überdauernd.