The Publishing Sphere: Prolog


13. Juni 2017
von

Die Konferenz zur zeitgenössischen Literatur findet am 13. und 14. Juni im Haus der Kulturen der Welt statt. EPITEXT hat mitgeschrieben. Menschen! Bilder! Emotionen!



Die Publishing Sphere ist genau die Sphäre, für die sich EPITEXT interessiert: die verschiedenen Manifestationen von Literatur außerhalb des Buches selbst. Die Veranstaltung ist ein “performativer Live-Publishing-Workshop”. Autorinnen, Künstler und Akademikerinnen sprechen darüber, was jenseits der Materialität des Buches geschieht.

Die Redaktion von EPITEXT ist dabei und kommentiert lakonisch, launisch und assoziativ. Ein Live-Blog.

Bevor es losgeht

10:35 Bombenstimmung! Die Epitext-Redaktion chillt geschmeidig am Spielfeldrand.

10:37 Kaffee im Raum ist nicht erlaubt, wegen des Teppichs. Hoffentlich halten wir das durch. (Sophie)

10:37 Es wurde Wasser auf die Tafel gestellt. Nur zweimal Sprudel (blau), der Rest still (rosa), damit man noch gut vor Publikum sprechen kann. (Vreda)

Danny Snelson performt eine Peformance

10:38 Es geht los mit einer Performance, in which Worte wiederholt werden. Leichtes Schmunzeln in the audience.

10:40 “Unusual task of reading 240 pages of text.” Haha, hat offensichtlich nicht studiert, der Gute. Das ist Tagespensum!

10:40-10:42 16 Mal Publishing gesagt. Publishing Sphere is on!

10:48 Trotz Timer schon zu Beginn der zwei Tage drei Minuten hinter der Zeit. Na gut, schon hinter der Zeit begonnen. Akademisches Viertel. (Sophie)

10:49 Ich habe das Gefühl, der Vortragende steht unter extremen Leistungsdruck. (Elias)

10.50 Oder unter Drogen. (Sophia)

10:50 Drogen und Literatur haben sich noch nie ausgeschlossen. Neue Performance-Idee: Reading on Chrystal! (Elias)

10:52 “…and the concentration becomes worse.”

10.53 Zu früh für derart verdichtet dissoziative Assoziationen? Hab nicht mal die angekündigten Witze verstanden. (Sophia)

Bernd Scherer begrüßt die Crowd

10:54 Erste große Lüge: “A wonderful performance!”

10:55 Aber ein Dank von Bernd Scherer an Mitwirkende ist schon mal gut.

10:59 “The pictures are not nice.” Schade. Aber “that’s clear”! immerhin. (Sophie)

11:01 Internet fällt aus. Vorsichtiges Umschauen offenbart: Alle klicken sich durch unsere Website. Glückliche Gesichter all around, zustimmendes Nicken. Bei der Epitext-Redaktion legt sich ein bescheidenes Schweigen. „They broke the internet“, denken alle. Aber we saved Humankind. Das ist ja vielleicht auch was wert. (Khesrau)

11:02 Best: “It’s not all that easy with the digital technology.” Bernd Scherer lernt Tabs zu öffnen und Seiten zu navigieren. Live. (Sophia)

11:05 Ein weiterer sarkastischer Kommentar: Und klingt für mich nach einer weiteren „the audience is the actor“, aber eigentlich sind die Menschen Material für ein weiteres konservatives “Art-Projekt”. (Elias)

11:05 „We are not living in a knowledge producing society“, sagte er und sprang.

11:06 „The publishing sphere is not a homogenous sphere”. In welchem Kontext? (Katie)

11:08 Es folgt: Urban Porn. Eltern halten ihren Kindern die Augen zu. (Khesrau)

11:10 Maritime Shopping Malls. Ultimate living pleasure. Coast line. Fancy. Spectacular. A.k.a. TECHNOSPHERE. (Sophia)

Lionel Ruffel bedankt sich und sagt, worum es geht

11:19 So viel Dankbarkeit, so viele special thanks!

11:20 Völlig verdient bekommt Habermas ein shout out. Der hat ja auch viel Tolles geleistet!

11:21 Bourgeois intellectuals!? Doch nicht hier.

11:23 Multitude of public spaces that were always there, but silenced or not visible. Counter-publics. Sehr schön.

11:26 Ruffel ist mir sehr sympatisch, aber ich verstehe kein Wort… (Elias)

11:27 Literature as a new social aspect based on visilbilty! Love the vision. (Sophia)

11:27 Es geht um democracy.

11:29 Publishing in its original sense: making public. The new era of publication overflows. Concept of publication as a political site.

11:32 Ecosystem composed of human being and non-human agents.

11:34 Ruffels letzter Satz lautet: „The publishing sphere is indeed a publishing sphere.” (Katie)

Literature outside of the book

11:35 Central question: Could a group of friends be friends with institutions?

11:38 You don’t know who the audience ist. Sie werfen also die Inhalte einfach über die Mauer.

11:39 Radio Brouhaha as a real radio podcast and a metaphor. Es geht ja um Literatur. (Sophia)

11:41 My book is very silent because it is a book. And it is not very social to write a book.

11:42 “Literature outside of the book. Radio is becoming more and more important for the diffusion of literature.” Ich dachte, das radio ist am Sterben?

11:43 “Is it clear enough?” Ein resignierendes “Sure!”.

Franziska Morlok stellt den Reader vor

11:44 Der Reader ist wunderschön. Ganz ohne Sarkasmus. (Elias)

11:46 “Womens march” ist natürlich falsch geschrieben. Ich bin raus! Wo bleibt das Deppenapostroph, wenn es mal WIRKLICH gebraucht wird? Verschwendet an Eckkneipen und Spätis.

11:51 “Doomsday Clock Is Reset.” Weiß auf Schwarz.

11:52 Existentielle Fragen werden verhandelt: “How does one begin a reader? Can design be democratic?” Designer im Raum stagen spontan eine intervention.

11:53 “It could be a mess, but it’s alright.”

11:57 Ganz im Sinne einer analytischen Publishing Sphere-Konferenz wird der Konferenz-Reader in der Sphere als Publishment erklärt. En detail. Kostet aber fünf Euro.

11:59 “If mistakes are wrong—what is right?” (Erm, I don’t know—maybe no mistakes?)