The Publishing Sphere: Prolog

Die Publishing Sphere ist genau die Sphäre, für die sich EPITEXT interessiert: die verschiedenen Manifestationen von Literatur außerhalb des Buches selbst. Die Veranstaltung ist ein “performativer Live-Publishing-Workshop”. Autorinnen, Künstler und Akademikerinnen sprechen darüber, was jenseits der Materialität des Buches geschieht.

Die Redaktion von EPITEXT ist dabei und kommentiert lakonisch, launisch und assoziativ. Ein Live-Blog.

Bevor es losgeht

10:35 Bombenstimmung! Die Epitext-Redaktion chillt geschmeidig am Spielfeldrand.

10:37 Kaffee im Raum ist nicht erlaubt, wegen des Teppichs. Hoffentlich halten wir das durch. (Sophie)

10:37 Es wurde Wasser auf die Tafel gestellt. Nur zweimal Sprudel (blau), der Rest still (rosa), damit man noch gut vor Publikum sprechen kann. (Vreda)

Danny Snelson performt eine Peformance

10:38 Es geht los mit einer Performance, in which Worte wiederholt werden. Leichtes Schmunzeln in the audience.

10:40 “Unusual task of reading 240 pages of text.” Haha, hat offensichtlich nicht studiert, der Gute. Das ist Tagespensum!

10:40-10:42 16 Mal Publishing gesagt. Publishing Sphere is on!

10:48 Trotz Timer schon zu Beginn der zwei Tage drei Minuten hinter der Zeit. Na gut, schon hinter der Zeit begonnen. Akademisches Viertel. (Sophie)

10:49 Ich habe das Gefühl, der Vortragende steht unter extremen Leistungsdruck. (Elias)

10.50 Oder unter Drogen. (Sophia)

10:50 Drogen und Literatur haben sich noch nie ausgeschlossen. Neue Performance-Idee: Reading on Chrystal! (Elias)

10:52 “…and the concentration becomes worse.”

10.53 Zu früh für derart verdichtet dissoziative Assoziationen? Hab nicht mal die angekündigten Witze verstanden. (Sophia)

Bernd Scherer begrüßt die Crowd

10:54 Erste große Lüge: “A wonderful performance!”

10:55 Aber ein Dank von Bernd Scherer an Mitwirkende ist schon mal gut.

10:59 “The pictures are not nice.” Schade. Aber “that’s clear”! immerhin. (Sophie)

11:01 Internet fällt aus. Vorsichtiges Umschauen offenbart: Alle klicken sich durch unsere Website. Glückliche Gesichter all around, zustimmendes Nicken. Bei der Epitext-Redaktion legt sich ein bescheidenes Schweigen. „They broke the internet“, denken alle. Aber we saved Humankind. Das ist ja vielleicht auch was wert. (Khesrau)

11:02 Best: “It’s not all that easy with the digital technology.” Bernd Scherer lernt Tabs zu öffnen und Seiten zu navigieren. Live. (Sophia)

11:05 Ein weiterer sarkastischer Kommentar: Und klingt für mich nach einer weiteren „the audience is the actor“, aber eigentlich sind die Menschen Material für ein weiteres konservatives “Art-Projekt”. (Elias)

11:05 „We are not living in a knowledge producing society“, sagte er und sprang.

11:06 „The publishing sphere is not a homogenous sphere”. In welchem Kontext? (Katie)

11:08 Es folgt: Urban Porn. Eltern halten ihren Kindern die Augen zu. (Khesrau)

11:10 Maritime Shopping Malls. Ultimate living pleasure. Coast line. Fancy. Spectacular. A.k.a. TECHNOSPHERE. (Sophia)

Lionel Ruffel bedankt sich und sagt, worum es geht

11:19 So viel Dankbarkeit, so viele special thanks!

11:20 Völlig verdient bekommt Habermas ein shout out. Der hat ja auch viel Tolles geleistet!

11:21 Bourgeois intellectuals!? Doch nicht hier.

11:23 Multitude of public spaces that were always there, but silenced or not visible. Counter-publics. Sehr schön.

11:26 Ruffel ist mir sehr sympatisch, aber ich verstehe kein Wort… (Elias)

11:27 Literature as a new social aspect based on visilbilty! Love the vision. (Sophia)

11:27 Es geht um democracy.

11:29 Publishing in its original sense: making public. The new era of publication overflows. Concept of publication as a political site.

11:32 Ecosystem composed of human being and non-human agents.

11:34 Ruffels letzter Satz lautet: „The publishing sphere is indeed a publishing sphere.” (Katie)

Literature outside of the book

11:35 Central question: Could a group of friends be friends with institutions?

11:38 You don’t know who the audience ist. Sie werfen also die Inhalte einfach über die Mauer.

11:39 Radio Brouhaha as a real radio podcast and a metaphor. Es geht ja um Literatur. (Sophia)

11:41 My book is very silent because it is a book. And it is not very social to write a book.

11:42 “Literature outside of the book. Radio is becoming more and more important for the diffusion of literature.” Ich dachte, das radio ist am Sterben?

11:43 “Is it clear enough?” Ein resignierendes “Sure!”.

Franziska Morlok stellt den Reader vor

11:44 Der Reader ist wunderschön. Ganz ohne Sarkasmus. (Elias)

11:46 “Womens march” ist natürlich falsch geschrieben. Ich bin raus! Wo bleibt das Deppenapostroph, wenn es mal WIRKLICH gebraucht wird? Verschwendet an Eckkneipen und Spätis.

11:51 “Doomsday Clock Is Reset.” Weiß auf Schwarz.

11:52 Existentielle Fragen werden verhandelt: “How does one begin a reader? Can design be democratic?” Designer im Raum stagen spontan eine intervention.

11:53 “It could be a mess, but it’s alright.”

11:57 Ganz im Sinne einer analytischen Publishing Sphere-Konferenz wird der Konferenz-Reader in der Sphere als Publishment erklärt. En detail. Kostet aber fünf Euro.

11:59 “If mistakes are wrong—what is right?” (Erm, I don’t know—maybe no mistakes?)